Über mich

Frodo und ich, Juli 2019

Werdegang

Aufgewachsen bin ich im Raum Aachen, wo ich im Alter von 8 Jahren in einem großen Reitverein landete und auf den dortigen Schulpferden meine ersten Schritte ins Reiterleben tun durfte. Bis zum Beginn meines Studiums an der RWTH Aachen blieb ich dem Reitverein treu, hatte verschiedenste Pflegepferde und absolvierte sowohl mein bronzenes Reitabzeichen als auch die ersten kleinen Turniere dort.

Während meines Biologie-Studiums in Aachen bekam ich Kontakt zur Studentenreiterei, was mir viel Spaß machte und neben der Teilnahme an tollen Turnieren in ganz Deutschland auch die ersten selbst organisierten Veranstaltungen zur Folge hatte, unter anderem die Deutschen Hochschulmeisterschaften 2003 in der Albert-Vahle-Halle in der Aachener Soers.

Schon im Studium erwarb ich die Trainer C-Lizenz und begann, regelmäßig Reitunterricht zu erteilen. Während einer kurzen beruflichen Phase in Warendorf, wo ich im Reitsportmarketing arbeitete, erwarb ich dann mein silbernes Reitabzeichen und die Trainer B-Lizenz.

2005 kehrte ich ins Rheinland zurück und begann nach einer beruflichen Weiterbildung meine Tätigkeit beim Veranstalter der EQUITANA, Weltmesse des Pferdesports, die ich auch bis 2019 freiberuflich weiter führte.

Im Jahr 2008 erwarb ich die Trainer A-Lizenz Reiten Leistungssport und begann meine Tätigkeit als Reitausbilderin kontinuierlich auszubauen.

Von 2011-2018 führte ich eigenständig eine kleine Reitschule mit dem Schwerpunkt erwachsene Anfänger und Wiedereinsteiger in Rommerskirchen und Grevenbroich.

Seit August 2019 bin ich nun als freie Ausbilderin für Pferde und Pferdemenschen tätig.

Qualifikationen  

Johnnie Walker und ich im Jahr 2007
  • Trainer A Reiten Leistungssport
  • Trainer-Ergänzungsqualifikation Sitz- und Gleichgewichtsschulung
  • Trainer-Ergänzungsqualifikation Bodenarbeit
  • Abzeichen Bodenarbeit I
  • Reitabzeichen Kl. II (Silber)
  • Regelmäßige Teilnahme an Chiron-Geländespringkursen
  • Regelmäßige Teilnahme an verschiedenen Ausbildertagungen und –seminaren
  • 8 Jahre eigenständige Führung eines Reitbetriebs mit Reitschule und Pferdepension
  • Über 15 Jahre Erfahrung in der Veranstaltungsorganisation im Pferdesport (Messen, Turniere, Shows)

Meine Philosophie

Ich unterrichte nach der klassischen deutschen Reitlehre. Je länger ich reite und je mehr unterschiedlichen Pferden und Reitern ich begegne, desto mehr wird mir klar, wie stimmig und richtig das Ausbildungssystem ist, was wir uns hier in Deutschland in mittlerweile jahrhundertelanger Erfahrung und mit dem Wissen so vieler großartiger Pferdemenschen erworben haben.

Gleichzeitig finde ich es toll und inspirierend, in andere Reitweisen hinein zu schnuppern und mich mit anderen Ausbildern auszutauschen. Erfahrungen und Lösungen kennen zu lernen, etwas auszuprobieren, was vielleicht ein Problem umgeht ist unglaublich spannend – aber der grundsätzliche Ausbildungsweg von Pferd und Reiter kennt keine Abkürzungen, und hier bietet die Reitlehre einen wunderbaren Leitfaden, an dem wir uns immer orientieren können – egal, auf welchem Niveau.

Ein guter Ausbilder ist dann ein guter Ausbilder, wenn sein Training einen klaren und nachvollziehbaren Plan hat, der sich an der Biomechanik und den Fähigkeiten des Pferdes orientiert, Rücksicht auf den Ausbildungsstand von Reiter und Pferd nimmt und Neues sinnvoll und kleinschrittig aufbaut. Und meiner Meinung nach ist es dann völlig unwichtig, ob auf dem Pferd ein Dressursattel, ein Westernsattel oder ein spanischer Arbeitssattel liegt. Das richtige Verständnis für das Pferd und sein Lernverhalten ist entscheidend.  

Mein Ziel und mein Ehrgeiz ist es, für Pferd-Mensch-Paare ganz individuell richtige Lösungen zu entwickeln. Passend zu Fähigkeiten und Wünschen beider Partner versuche ich, einen Weg zu finden, auf dem beide harmonisch und zufrieden miteinander arbeiten und Zeit verbringen können, einander verstehen und einander fordern – so, dass beide miteinander wachsen können.

Ich bin überzeugt davon, dass Pferde uns unendlich gut tun. Sie helfen uns, unsere Persönlichkeit zu entwickeln, unseren Stärken und Schwächen ins Auge zu sehen, uns selbst näher zu kommen und authentischer zu werden. Das müssen wir zulassen können, und ganz sicher entstehen dabei auch Erkenntnisse über uns selbst, die uns nicht immer gefallen. Pferde bringen uns dazu, an uns zu arbeiten und bessere Menschen zu werden – wenn wir es ihnen erlauben. Sie lehren uns Geduld, Empathie, Konsequenz, Durchhaltevermögen, Fairness. Sie bringen uns bei, uns in ein anderes Wesen hinein zu fühlen, Verantwortung für unser Tun und für ein anderes Wesen zu tragen.

Und sie können uns so viel zurückgeben. So viel Freude, Seelenfrieden, Zufriedenheit. Sie nehmen uns an, wie wir sind, leben nur im Moment. Sie schließen sich uns an und schenken uns Vertrauen.

Über all das kann ich auch nach fast 40 Jahren immer noch staunen, jeden Tag.

Eine harmonische Partnerschaft mit Pferden ist ein großes Geschenk. Und ich freue mich, wenn ich Menschen helfen kann, dorthin zu finden.

Ganz oft mangelt es nur an ein wenig Verständnis, ein wenig mehr Wissen, warum, ein wenig Anleitung oder am richtigen, planvollen Vorgehen, damit wir mit unseren Pferden glücklicher sind.

Und manchmal muss man auch einsehen, dass die eigenen Wünsche und Interessen nicht mit denen des Pferdes zusammen passen, dass wir uns ausgesucht haben. Und auch da muss manchmal jemand helfen, indem klare Worte gesprochen werden.

Das sind meine Aufgaben als Ausbilder. Das ist nicht immer einfach, aber es ist meine Passion und meine Leidenschaft.

Lasst uns Freude an unseren Pferden haben!